Förderungen in Deutschland: Wärmepumpe & Photovoltaik im Überblick
Wer in erneuerbare Energien investiert, profitiert gleich mehrfach: nicht nur durch niedrigere Energiekosten, sondern auch durch attraktive Förderungen für Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Wir zeigen dir, welche Zuschüsse aktuell gelten, wo du sie beantragen kannst und worauf du achten solltest. (Stand. 2.03.2026)
Förderung Wärmepumpe
Umweltfreundlich Heizen
Die Förderung für Wärmepumpen ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende in Deutschland. Wer auf erneuerbare Heiztechnik setzt, erhält staatliche Zuschüsse, die die Investition deutlich attraktiver machen.
KfW-Zuschüsse für Heizsysteme
Für den Austausch einer alten Heizung durch eine klimafreundliche Wärmepumpe erhältst du über das KfW-Programm 458 einen Zuschuss von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten. Bei einem Einfamilienhaus sind in der Regel bis zu 30.000 € Investitionskosten förderfähig, sodass für deine Wärmepumpe ein maximaler Zuschuss von 21.000 € möglich ist, abhängig von der individuellen Bonus-Konstellation.
Die Förderung setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
- Grundförderung
- Effizienzbonus
- Geschwindigkeitsbonus
- Einkommensbonus
Antragstellung vor Beginn der Arbeiten
Wichtig: Der Antrag auf Förderung muss vor Beginn der Installation gestellt werden. Wir bei heimWatt unterstützen dich und helfen dir, alle Anträge ordnungsgemäß und rechtzeitig zu stellen. Wir sind für dich da.
Förderung Photovoltaik
Solarstrom clever nutzen
Die Installation einer Photovoltaikanlage lohnt sich gleich doppelt: Du produzierst sauberen Strom und sicherst dir staatliche Vorteile.
0 % Mehrwertsteuer für kleine PV-Anlagen
Seit Januar 2023 gilt für viele Photovoltaikanlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden ein Nullsteuersatz (0 % USt). Dies trifft häufig auf typische Hausdachanlagen zu, aber unter gewissen Voraussetzungen auch bei Anlagen über 30 kWp. Das bedeutet: Wer eine Anlage für sein Eigenheim kauft, spart direkt fast 20 % der Anschaffungskosten – ein echter Startvorteil für umweltfreundliche Stromproduktion. Auch beim Kauf eines Stromspeichers profitiert man von dieser Regelung.
Steuerbefreiung für Eigenverbrauch
Für viele kleine Photovoltaikanlagen sind die Einnahmen aus dem Betrieb zudem einkommensteuerfrei (unter anderem bis 30 kWp bei Einfamilienhäusern beziehungsweise bis 15 kWp je Wohneinheit bei Mehrfamilienhäusern, jeweils im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben). So bleibt mehr vom eingesparten Stromgeld in deiner Tasche.
Förderung Elektroauto
Bis zu 6.000 Euro Zuschuss fürs E-Auto
Private Käufer*innen von Elektroautos können einen Zuschuss von bis zu 6.000 Euro erhalten. Die Einkommensobergrenze beträgt 80.000 Euro brutto pro Haushalt. Die Einkommensobergrenze steigt pro Kind um 5.000 Euro. Bei zwei oder mehr Kindern liegt sie bei 90.000 Euro. Wenn du unter dieser Einkommensgrenze liegst, wird der Kauf deines E-Autos mit mindestens 3.000 Euro gefördert. Beim Kauf eines Autos mit Plug-in-Hybrid-Antrieb liegt der staatliche Zuschuss bei 1.500 Euro. Bei Familien mit niedrigem Einkommen und zwei Kindern kann die Förderung bis zu 6.000 Euro betragen.
Förderung rückwirkend ab Januar 2026
Die Internetplattform, über die der Förderantrag gestellt werden kann, soll im Mai 2026 online gehen. Die Förderung kann rückwirkend für Elektroautos beantragt werden, die bereits Anfang des Jahres zugelassen wurden. Das Programm, das Teil des derzeit erarbeiteten Klimaschutzprogramms sein wird, soll laut Bundesregierung den Erwerb von bis zu 800.000 Fahrzeugen fördern.
Regionale Förderprogramme:
Unterstützung vor Ort
Neben den bundesweiten Förderungen gibt es auch regionale Programme, die zusätzliche finanzielle Unterstützung bieten. Hier einige Beispiele:
Berlin - SolarPLUS
Das Land Berlin unterstützt den Ausbau von Photovoltaik durch Zuschüsse für:
- Dachgutachten & Machbarkeitsstudien
- Zähler- und Messkonzepte
- Kauf oder Pacht von Stromspeichern
- Denkmalschutzgerechte PV-, Fassaden-PV- und Gründach-PV-Anlagen
Diese Förderungen werden als Zuschüsse gewährt.
Hamburg
- Gründach-Solaranlagen: Bei Solar-Gründächern wird in Hamburg die Unterkonstruktion bezuschusst, je nach Ausgestaltung als prozentualer Zuschuss (zum Beispiel. 40–60 % der anerkennungsfähigen Kosten) gedeckelt auf max. 50 €/m² Modul-/Kollektorfläche. PV-Module selbst sind nicht förderfähig.
- Balkonkraftwerke: Seit Oktober 2025 fördert Hamburg steckerfertige Solaranlagen, sogenannte "Balkonkraftwerke", für Haushalten mit geringem Einkommen mit bis zu 90 % der Anschaffungskosten. Für mehr Details siehe hamburg.de
Niedersachsen
In Niedersachsen gibt es derzeit keine landesweiten Förderprogramme für Photovoltaikanlagen. Allerdings bieten einige Kommunen und Städte regionale Förderungen an:
- Hannover: Das Programm "proKlima" fördert die Installation von Photovoltaikanlagen mit Zuschüssen. Die genauen Konditionen können variieren, daher empfiehlt sich eine direkte Kontaktaufnahme mit der Stadt Hannover.
- Balkonkraftwerke: In einigen Regionen Niedersachsens werden Balkonkraftwerke durch lokale Energieversorger oder Kommunen gefördert. Die Förderhöhe kann bis zu 50 % des Kaufpreises betragen.
Nordrhein-Westfalen (NRW)
In NRW gibt es mehrere Programme zur Förderung von Photovoltaikanlagen:
- progres.nrw – Klimaschutztechnik: Dieses Programm unterstützt die Umsetzung klimafreundlicher Energieprojekte, einschließlich Photovoltaikanlagen. Allerdings gibt es derzeit keine direkte Förderung für PV-Dachanlagen für Privatpersonen. Gefördert werden unter anderem Carports mit Photovoltaik-Dach über offenen Parkplätzen mit mehr als zehn Stellplätzen, die einem Nicht-Wohngebäude dienen.
Fazit: Förderungen clever nutzen
- Förderung Wärmepumpe:
Zuschüsse bis 70 % machen erneuerbare Heiztechnik besonders attraktiv. - Förderung Photovoltaik:
Speicher, Wärmepumpe, Wallbox & dynamischer Tarif integrierbar - Offizielle Infos und Antragstellung findest du bei KfW und auf dem staatlichen Informationsportal energiewechsel.de.
Mit den richtigen Förderungen wird der Schritt zu sauberer Energie nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch finanziell clever.
heimWatt steht von Anfang an deiner Seite und unterstützt dich bei der Stellung von Förderanträgen.