Die Photovoltaik ist ungewöhnlich stark ins Jahr 2026 gestartet. Bereits im März produzierten Solaranlagen in Deutschland rund 7,4 Terawattstunden Solarstrom. Damit entfielen 18,8 Prozent der öffentlichen Nettostromerzeugung auf Solarenergie, ein Wert, der üblicherweise erst in den Frühsommermonaten erreicht wird. Nach Auswertungen von Energy Charts (Fraunhofer ISE) war Solar damit im März 2026 zweitstärkster einzelner Energieträger im deutschen Strommix. Lediglich die Windenergie an Land erzeugte mehr Strom.
- Photovoltaik erreicht früh im Jahr Rekordniveau
- 7,4 Terawattstunden Solarstrom im März 2026
- Solarenergie zweitstärkster Energieträger im deutschen Strommix
- Erneuerbare Energien decken fast 59 % der Stromerzeugung
- Warum Solarstrom immer früher im Jahr Spitzenwerte erreicht
- April 2026 bestätigt den positiven Trend bei Solar und Wind
- Fazit
Photovoltaik erreicht früh im Jahr Rekordniveau
Dass Solarstrom bereits im ersten Frühlingsmonat einen so hohen Anteil an der Stromerzeugung erreicht, unterstreicht den strukturellen Wandel im Energiesystem. Noch vor wenigen Jahren galten derartige Werte im März als Ausnahme. 2026 markieren sie einen neuen Normalzustand – getragen von weiterem Anlagenzubau und höherer Effizienz.
7,4 Terawattstunden Solarstrom im März 2026
Mit einer Produktion von rund 7,4 TWh erreichten die Photovoltaikanlagen ein Niveau, das früher typischerweise erst im Mai oder Juni erzielt wurde. Ausschlaggebend waren ein sonniger Monat mit überdurchschnittlichen Sonnenstunden sowie der deutlich gewachsene Anlagenbestand in Deutschland.
Solarenergie zweitstärkster Energieträger im deutschen Strommix
Im März 2026 lag die Solarenergie nahezu auf Augenhöhe mit der Braunkohle und deutlich vor Gas- und Steinkohle. Damit etabliert sich Photovoltaik immer stärker als feste Größe im Strommix, auch außerhalb der klassischen Sommermonate.
Erneuerbare Energien decken fast 59 % der Stromerzeugung
Insgesamt stammten 58,8 Prozent der öffentlichen Nettostromerzeugung im März aus erneuerbaren Energien. Neben der Solarenergie trugen vor allem Windkraft an Land, Biomasse und Wasserkraft zu diesem hohen Anteil bei. Der Wert lag damit klar über dem langjährigen Durchschnitt für einen Frühjahrsmonat.
Warum Solarstrom immer früher im Jahr Spitzenwerte erreicht
Der starke Jahresauftakt ist kein kurzfristiger Effekt. Ende 2025 waren in Deutschland rund 117 Gigawatt Photovoltaikleistung installiert und damit mehr als je zuvor. Hinzu kommen verbesserte Modulwirkungsgrade und moderne Anlagenkonzepte, die auch bei niedrigem Sonnenstand hohe Erträge ermöglichen.

April 2026 bestätigt den positiven Trend bei Solar und Wind
Auch der April 2026 setzte die Entwicklung fort: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien lag rund 18 Prozent über dem Vorjahresmonat. Sonne und Wind sorgten gemeinsam für hohe Einspeisungen. Endgültige Einzelwerte zur Solarstrommenge liegen zwar noch nicht vollständig vor, der Trend eines starken Frühjahrs ist jedoch klar erkennbar.
Fazit
Der März 2026 zeigt, wie stark sich die Rolle der Photovoltaik im deutschen Stromsystem verändert hat. Solarstrom ist längst kein reines Sommerphänomen mehr, sondern liefert bereits im Frühjahr relevante Beiträge zur Stromversorgung. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung bestehen: Um den wachsenden Strombedarf durch Elektromobilität, Wärmepumpen und Industrie langfristig vollständig aus erneuerbaren Quellen zu decken, braucht es nicht nur starke Einzelmonate, sondern einen weiter beschleunigten Ausbau, zusätzliche Speicher und leistungsfähige Netze.
Die Angaben beziehen sich auf die öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland und basieren auf Auswertungen von Energy Charts (Fraunhofer ISE).